Goldmünzen des römischen Reiches
Nach griechischem Vorbild begann das Römische Reich im 3. Jahrhundert vor Christus damit, Münzen zu prägen. Als Motiv für die Vorderseite wählte man einen Schiffsrumpf, der an die Seeschlacht bei Antium erinnerte und auf der Vorderseite waren beliebte römische Götter zu sehen. Die ersten Goldmünzen aus dieser Zeit waren der Stater und der Halbstater. Auf der ersten geschlagenen Goldmünze waren die Gründer Roms, Romulus und Remus mit einer Wölfin zu sehen.
Im Jahre 187 vor Christus begann man damit, Münzen in großem Stil zu prägen. Da die Münzmeister, was die Gestaltung der Münzen anging, freie Hand hatten wurden auch auf die Goldmünzen Aureus und Quinarius Aureus, beliebig viele Motive gedruckt. Sehr gefragt waren vorallem Figuren aus der römischen Mythologie.
Der erste lebende Mensch, dessen Antlitz auf eine Goldmünze geprägt wurde, war Julius Cäsar im Jahr seines Todes 44 vor Christus. Der Kaiser sorgte auch dafür, das sehr viele Münzen mit seinem Abbild in Umlauf gebracht wurden. Nach seinem Tod wurde es Mode das sich die römische Prominenz auf verschiedenen Goldmünzen verewigte. So entstanden die so genannten Konsular oder Familienmünzen.
Der Neffe und Nachfolger Cäsars, Augustus, machte dem ein Ende und führte eine Währungsreform durch, die 200 Jahre Bestand haben sollte. Von nun an trugen alle Goldmünzen das Bild des jeweiligen Herrschers, seinen Namen und die Jahreszahlen seiner Regentschaft. Durch diese Jahreszahlen wurde es für die Archäologen einfacher, die Münzen einer bestimmten Epoche zuzuordnen.
Waren es im Laufe der Jahrhunderte vorallem Silbermünzen, so ließ Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert wieder vermehrt große Goldmünzen, den Solidus prägen.

